Wer an der jüngsten Ortsratssitzung als Zuhörerin oder Zuhörer teilgenommen hat, weiß bereits, worum es geht: Die schrittweise Umgestaltung der Fläche rund um das Ehrenmal ist gestartet – eingebettet in das ökologische Grünflächenmanagement der Gemeinde Bad Essen.
Das Ehrenmal ist für die Menschen aus Lintorf und Umgebung ein bedeutender Ort des Gedenkens an die Gefallenen und Vermissten beider Weltkriege. Es dient als zentraler Platz für Gedenkfeiern, insbesondere am Volkstrauertag. In der Vergangenheit wurde das Denkmal mehrfach thematisiert, vor allem aufgrund des schlechten Zustands der alten Rotbuchen. Zwischenzeitlich wurden diese gefällt; auch Überlegungen, das Ehrenmal an einen zentraleren Standort zu verlegen, wurden diskutiert, aber letztlich verworfen.
In den vergangenen Jahren stieß vor allem der zunehmende Unkrautaufwuchs auf der Zuwegung auf Unzufriedenheit. Die Gemeinde wünschte sich daher eine Neugestaltung des Weges sowie eine neue, pflegeleichte und zugleich ökologisch wertvolle Bepflanzung. Durch Fördermittel des BMUKN, KNK und der KfW sowie die Zusammenarbeit mit der Stiftung für Mensch und Umwelt, die das ökologische Grünflächenmanagement für die Gemeinde Bad Essen entwickelt, wurde das Ehrenmal in Lintorf in dieses Projekt aufgenommen.
Kurz nach der Gedenkfeier am Volkstrauertag begannen nun die ersten Arbeiten. Der Bereich links der Zuwegung wurde behutsam gerodet – stets mit dem Blick darauf, die Wurzeln der Platane nicht zu beschädigen. Auf dem Hauptweg wurden bereits rund zwei Meter Breite mit begehbaren Pflanzen bepflanzt: Scharfer Mauerpfeffer (Sedum acre) und Weißer Mauerpfeffer (Sedum album). Die seitlichen Randbereiche sollen später einen Schmetterlings- und Wildbienensaum erhalten und damit einen wertvollen Beitrag zur Artenvielfalt leisten.
Für die nächsten Schritte sind weitere Aufwertungen geplant:
- Umwandlung der Rasenfläche in eine Blühwiese inklusive eines sogenannten „Akzeptanzstreifens“,
- sowie Gehölz-Nachpflanzungen im Januar und Februar 2026.
Hinweis:
Auf der bestehenden Rasenfläche stehen fünf Rhododendren, die sich dort aufgrund ungeeigneter Bodenverhältnisse leider nicht gut entwickelt haben. Im Zuge der geplanten Umwandlung suchen daher einen neuen Standort.
Wer einen geeigneten Platz kennt oder die Sträucher im eigenen Garten aufnehmen möchte, ist herzlich eingeladen, sich zu bedienen. Die Pflanzen müssen allerdings eigenständig ausgegraben und abgeholt werden – idealerweise bis zum Jahresende. Eine kurze Info an die Ortschaft wäre hilfreich.
Wir dürfen also gespannt sein, wie sich das Areal in den kommenden Monaten weiterentwickelt – und wie der historische Gedenkort künftig in neuem, ökologisch wertvollem Erscheinungsbild erstrahlen wird.



